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Nähen gegen die Flut - ein Rückblick

Sandsack-Manufaktur

Im Juni 2013 erreichte das Elbe-Hochwasser auch Dresden, wo es bald zu einem akuten Sandsack-Engpass kam.

Nach vielen Hilferufen aus der Bevölkerung begann ich aus meinen Stoffbeständen Sandäcke zu nähen und bat über Facebook um weitere Stoffspenden. Das Ganze entwickelte schnell eine Eigendynamik: Es wurden Unmengen Stoff - von Tischdecken bis Bettlaken - gespendet. Bald stießen Helfer und Helferinnen aus ganz Dresden dazu, die alle beim Sandack-Nähen helfen wollten.

Im Ernstfall lässt sich viel improvisieren: In unserer kurzfristig aus dem Boden gestampften "Sandsackmanufaktur" waren wir bald 10, teils sogar 20 engagierte BürgerInnen, die drei Tage lang teils bis in die Nacht insgesamt 2.400 Sandsäcke nähten! Das Internet half uns, die Abholung und Verteilung der Sandsäcke an Bedürftige zu koordinieren.

Auch an vielen anderen Orten wurde die Bevölkerung aktiv und half mit, das Hochwasser einzudämmen und die Betroffenen zu unterstützen. Es war beeindruckend zu sehen, wie viel sich bewegen lässt, wenn alle an einem Strang ziehen.